Leute! Heute will ich etwas loswerden, was ich schon länger auf dem Herzen habe.
Ihr wisst ja, dass ich mit anderen Rolli-Fahrern in einer Wohngruppe lebe. Das kann man natürlich nicht alleine wuppen; wir brauchen deshalb Betreuer. Bei uns macht das ein ganzes Team von tollen und liebevollen Betreuern. Die kochen für uns, die organisieren Reisen, und sie helfen bei allem. Also, bei mir läuft der Tag so ab:
Um 8 Uhr kommt eine von meinen "Sonnen" und macht erstmal das Radio an. Dann je nach Bedarf kommt Duschen oder Waschen, danach werde ich angezogen (ich kann mir aber selbst aussuchen, was ich anziehe), und dann gibt es Frühstück. Dann schiebt mich jemand zur "Macherei"; das ist so eine Art Förderstätte, bzw. Tagesstrukturstätte, wo allerlei angeboten wird. Ich habe da schon ein Tagebuch angefangen, und ich habe mir eine Geschichte ausgedacht und bei einem Drehbuch für einen Film mitgemacht.
Nach der Macherei kommt eine meiner Wohngruppen-Sonnen und bringt mich zurück in unsere WG-Wohnung. Dann werde ich erstmal gefragt: "Wie war's?", und dann setzen wir uns ins Wohnzimmer, ich kriege die Füße losgeschnallt und dann wird erzählt. Und dann sagt meine WG-Sonne: "So, ich leg dich mal hin!" Und ich werde auf mein Bett gelegt, und mein Tonus geht sofort runter. Dann sagt die WG-Sonne: "Willst du Lores Chor hören, oder einfach Antenne Brandenburg?" Meistens entscheide ich mich für Antenne - ich finde die Schlager immer so beruhigend, da kann man so wegdösen.
Wenn ich meine Siesta beendet habe, kommt meine WG-Sonne und fragt: "Na, wieder frisch?" Und ich sage: "Jaaa!" Und dann kochen wir irgendwas Schönes. Meistens kommen dann Tilli, Kerstin und Sandra (meine Mitbewohner und echte Freunde, die ich "Sterne" nenne) auch aus ihren Werkstätten zurück, und wir tauschen uns aus!
Wir dinieren in großer Runde, und hinterher wird die Flimmerkiste angemacht. Manchmal, wenn ich gerade mal wieder was auf der Seele habe, dann machen wir einen Frauen-Talk bei Kerstin oder Sandra oder bei mir.
Irgendwann werde ich in sanfte Träume geschickt - mit Musik, und zwar meistens von Lores gutem Chor.
Ihr seht, dass meine WG-Sonnen so einiges leisten! Es ist toll, dass die immer in jeder Situation die Ruhe bewahren und so gutgelaunt sind!
Dabei ist das nicht immer so leicht. Da wird z.B. einfach eine Wohngruppe dichtgemacht, und die Betreuer werden ohne Vorwarnung in andere Gruppen geschickt! Das ist bei uns neulich im Havelland bei einer anderen Gruppe passiert, und ich war geschockt. Ich hoffe, dass mein Betreuerteam so etwas nicht durchmachen muss und dass alles so homogen bleibt, wie es ist.
Sonntag, 2. September 2012
Samstag, 18. August 2012
Mein Gewitter im Kopf
Leute! Ihr wisst vielleicht nicht, dass Behinderte ihre
Gefühle nicht so ausdrücken können wie normale Menschen. Ich meine damit nicht
die Gefühle Freude, Trauer, Wut, sondern das Gefühl Angst. Um das mal etwas
genauer zu definieren: Ich kriege manchmal ausgerechnet bei klassischer Musik
Angst. Wenn die Geigen so hoch rauf gehen, oder wenn im Chor irgendetwas
bedrohlich klingt, oder wenn es so klingt, als ob gleich jemand sterben würde,
dann spüre ich, wie mein Kopf innerlich wehtut. Und wenn das passiert, dann
muss ich kichern. Das ist kein normales Kichern, sondern so ein ängstliches
Kichern, und ich kann das nicht unterdrücken - auch nicht, wenn man sagt: "Entspann dich".
Wenn ich dann kichere, dann ist das wie ein
Befreiungsschlag. Da löst sich die Spannung in meinem Kopf, und dann denke ich „So,
alles wieder gut!“
Das heißt, auch bei sogenannter moderner Musik kriege ich
die Krise: Lore und ich waren nämlich mal in einem Klavierabend, und da hat der
Pianist auf dem Flügel herumgetreten und gehauen, und in meinem Kopf brach dieses
Gewitter los. Wir haben in der Pause
fluchtartig diesen Ort verlassen, aber als wir nochmal an einem anderen Abend
dort waren, wurde ich verkrampft, sobald Lore mich in den Saal schob, und dann
war das Gekicher vorprogramiert, obwohl nur Schubert gespielt wurde… Ich bin dann
da nicht nochmal hingegangen!
Also Leute, wenn ihr in Konzerten Behinderte seht, die
kichern, dann wisst ihr, dass bei denen gerade ein Gewitter im Kopf losgeht, und wenn ihr denkt, der hört
nicht richtig zu, - ganz im Gegenteil! Die Musik löst bei ihm das Gewitter aus!
Ich gehe aber trotzdem total gern in klassische Konzerte –
und übrigens: bei Popmusik oder Oldies ist der Himmel in meinem Kopf blau!
Samstag, 21. Juli 2012
Mein Leben mit Behinderung
Leute! Ihr denkt vielleicht, Behinderung ist todtraurig! Mit diesem Vorurteil möchte ich heute aufräumen!
Manchmal denke ich schon: "Mann, dieser idiotische Tonus!" - Zur Erklärung: Bei aufregenden Sachen wie Besuch oder Sommerlager oder Umzug oder Konzert geht meine Körperspannung in unermessliche Höhen, und ich kann nichts dagegen unternehmen. Aber dann hab ich ja Leute, die versuchen, meine Körperspannung zu reduzieren - das gelingt nur leider nicht immer. Aber irgendwann sagt dann mein Kopf: Runter damit! Tief atmen!! Und dann werde ich allmählich ruhiger. Und was mich auch manchmal nervt, ist, dass ich auf Hilfe angewiesen bin und nicht einfach mal mit dem Bus nach Spandau fahren kann und einfach mal allein bummeln.
So, und jetzt nach dieser Trauerpredigt kommt mal das Positive an meiner Behinderung!
Es ist toll, dass ich überall - in allen Schulen und Einrichtungen, wo ich bisher war - so liebevolle Menschen kennengelernt habe! Und was auch ganz wichtig ist: Als behindertes Kind macht man Dinge, die andere Leute nicht machen können: ich zum Beispiel denke mir Dialoge aus und spreche die sozusagen auf Band. Ich spreche beide Rollen; oft oder fast immer nehme ich Leute, die ich gut kenne und die meine Kragenweite sind. Oder ich führe mit mir selber Dialoge, zum Beispiel wenn ich beim Arzt bin, da beruhigt mich das, oder bei etwas Schlimmem, wo mein Kopf erstmal mit klarkommen muss.
Deswegen mache ich auch gern bei anderen Leuten "lange Ohren", oder wenn ich im Café oder sonstwo in der Nähe von Paaren sitze. Mama sagt immer, "Mensch, hast du aber Luchsohren"! Ich verstehe wirklich immer jedes Wort! Überhaupt dreht sich meine Freizeit gezielt ums Hören - und zwar höre ich besonders gern Chormusik, aber auch Oldies, Abba, überhaupt Partyhits! Ihr denkt wohl: "Mann, das Clärchen ist ein gerngesehener Gast auf Parties!" Ja, aber ab und zu muss sich die Partymaus Clärchen bei Mozart entspannen...
Also Leute - wenn ihr Behinderte kennt, habt keine Berührungsängste! Die sind sehr sensibel und offen für jedes nette Wort! Mitleid ist absolut fehl am Platz!
Manchmal denke ich schon: "Mann, dieser idiotische Tonus!" - Zur Erklärung: Bei aufregenden Sachen wie Besuch oder Sommerlager oder Umzug oder Konzert geht meine Körperspannung in unermessliche Höhen, und ich kann nichts dagegen unternehmen. Aber dann hab ich ja Leute, die versuchen, meine Körperspannung zu reduzieren - das gelingt nur leider nicht immer. Aber irgendwann sagt dann mein Kopf: Runter damit! Tief atmen!! Und dann werde ich allmählich ruhiger. Und was mich auch manchmal nervt, ist, dass ich auf Hilfe angewiesen bin und nicht einfach mal mit dem Bus nach Spandau fahren kann und einfach mal allein bummeln.
So, und jetzt nach dieser Trauerpredigt kommt mal das Positive an meiner Behinderung!
Es ist toll, dass ich überall - in allen Schulen und Einrichtungen, wo ich bisher war - so liebevolle Menschen kennengelernt habe! Und was auch ganz wichtig ist: Als behindertes Kind macht man Dinge, die andere Leute nicht machen können: ich zum Beispiel denke mir Dialoge aus und spreche die sozusagen auf Band. Ich spreche beide Rollen; oft oder fast immer nehme ich Leute, die ich gut kenne und die meine Kragenweite sind. Oder ich führe mit mir selber Dialoge, zum Beispiel wenn ich beim Arzt bin, da beruhigt mich das, oder bei etwas Schlimmem, wo mein Kopf erstmal mit klarkommen muss.
Deswegen mache ich auch gern bei anderen Leuten "lange Ohren", oder wenn ich im Café oder sonstwo in der Nähe von Paaren sitze. Mama sagt immer, "Mensch, hast du aber Luchsohren"! Ich verstehe wirklich immer jedes Wort! Überhaupt dreht sich meine Freizeit gezielt ums Hören - und zwar höre ich besonders gern Chormusik, aber auch Oldies, Abba, überhaupt Partyhits! Ihr denkt wohl: "Mann, das Clärchen ist ein gerngesehener Gast auf Parties!" Ja, aber ab und zu muss sich die Partymaus Clärchen bei Mozart entspannen...
Also Leute - wenn ihr Behinderte kennt, habt keine Berührungsängste! Die sind sehr sensibel und offen für jedes nette Wort! Mitleid ist absolut fehl am Platz!
Sonntag, 11. März 2012
Das große Warten
So, Leute, ihr denkt vielleicht, Clara ist nicht mehr da; aber da habt ihr euch geirrt! Ich bin sowas von da! Ratet mal, warum.
Vor sechs Wochen saß ich auf glühenden Kohlen. Anna war am Samstag in die Klinik gekommen; die Geburt sollte eingeleitet werden, und das große Warten nahm seinen Anfang. Ich dachte "Warum rufen die denn nicht an???" Aber Lore meinte: "Ach ja, die rufen schon noch an; aber jetzt will Anna erstmal ihre Ruhe haben. So eine Geburt ist kein Spaziergang."
Na gut, dachte ich, dann heißt es eben, nochmal warten, warten... Der Sonntag verging, und wir hörten immer noch nichts! Mama und Papa beruhigten mich, aber sie mußten mich unverrichteter Dinge in die Obhut der "Sterne" zurückgeben (mit "Sternen" meine ich meine tollen Betreuer in meiner Wohngruppe).
Der Montag kam. Ich ging wie immer in die Macherei, und ich hörte immer noch nichts. Ich dachte: "Leute! Allmählich ist meine Geduld zum Zerreißen gespannt. Wo bleibt der Stammhalter denn?"
Aber als ich abends von Simon ins Bett gebracht wurde, kam der erlösende Anruf: "Anna hat Sonntagabend einen kleinen Jakob Christian zur Welt gebracht!" Ich jubelte natürlich los! Lore erzählte mir, dass sie mich nicht anrufen konnte, weil unser Telefon ausgefallen war. Ausgerechnet!
Wir fuhren dann am Donnerstag vormittags zu Anna in die Klinik und ich war fasziniert! Ich war total erstaunt, wie klein Jakob war. Hier ein Foto von Jakob und mir in der Klinik:
Inzwischen ist der kleine Spatz gar nicht mehr so klein, sondern er wächst und gedeiht und ist ein richtiges rundes Baby!
Ich sehe Jakob immer, wenn ich die elterliche Behausung mit meinem Besuch beehre; aber Anna war mit Jakob auch schon im Stift.
So Leute, das war mein Blog über die heiß ersehnte Geburt, und jetzt sind wir in meinen Augen so eine richtige Großfamilie!
Vor sechs Wochen saß ich auf glühenden Kohlen. Anna war am Samstag in die Klinik gekommen; die Geburt sollte eingeleitet werden, und das große Warten nahm seinen Anfang. Ich dachte "Warum rufen die denn nicht an???" Aber Lore meinte: "Ach ja, die rufen schon noch an; aber jetzt will Anna erstmal ihre Ruhe haben. So eine Geburt ist kein Spaziergang."
Na gut, dachte ich, dann heißt es eben, nochmal warten, warten... Der Sonntag verging, und wir hörten immer noch nichts! Mama und Papa beruhigten mich, aber sie mußten mich unverrichteter Dinge in die Obhut der "Sterne" zurückgeben (mit "Sternen" meine ich meine tollen Betreuer in meiner Wohngruppe).
Der Montag kam. Ich ging wie immer in die Macherei, und ich hörte immer noch nichts. Ich dachte: "Leute! Allmählich ist meine Geduld zum Zerreißen gespannt. Wo bleibt der Stammhalter denn?"
Aber als ich abends von Simon ins Bett gebracht wurde, kam der erlösende Anruf: "Anna hat Sonntagabend einen kleinen Jakob Christian zur Welt gebracht!" Ich jubelte natürlich los! Lore erzählte mir, dass sie mich nicht anrufen konnte, weil unser Telefon ausgefallen war. Ausgerechnet!
Wir fuhren dann am Donnerstag vormittags zu Anna in die Klinik und ich war fasziniert! Ich war total erstaunt, wie klein Jakob war. Hier ein Foto von Jakob und mir in der Klinik:
Inzwischen ist der kleine Spatz gar nicht mehr so klein, sondern er wächst und gedeiht und ist ein richtiges rundes Baby!
Ich sehe Jakob immer, wenn ich die elterliche Behausung mit meinem Besuch beehre; aber Anna war mit Jakob auch schon im Stift.
So Leute, das war mein Blog über die heiß ersehnte Geburt, und jetzt sind wir in meinen Augen so eine richtige Großfamilie!
Sonntag, 8. Januar 2012
Die Geburt rückt näher!
Hi, Leute!
Ihr habt ewig nichts von mir gehört - ich bin aber noch im Lande! Es war eine Menge los, der Weihnachtsstress hat die Gemüter ein bißchen aufgewühlt, aber jetzt ist das vorbei.
Jetzt wühlt was anderes die Gemüter auf (und vor allem mein von Natur aus sensibles Seelenkostüm): Anna kriegt in zehn Tagen ihren Sohn! Das ist natürlich das Gesprächsthema Nummer Eins!
Ich freue mich total, aber ich mache mir als Tante auch so meine Gedanken, ob das alles klappt mit dem kleinen Mann. Ich meine ja, daß alles gut geht, aber so eine Geburt ist kein Sonntagsspaziergang, die kann man nicht so einfach mal wegstecken. Aber die junge Mutter wird das schon packen.
Wir wollen sie in der Klinik besuchen, wenn das Baby da ist, und ein bißchen beruhigend auf den sicher aufgeregten Ehemann einwirken... (Falls mein Tonus vor lauter Aufregung nicht so hoch ist, daß ich gar nicht auf den Ehemann beruhigend einwirken kann!) Naja, mal gucken...
So, was war denn sonst noch los?
Wir hatten coole Weihnachten! Um das genauer zu definieren - Großfamilienweihnachten! Also, Anna plus Mann, Dietrich plus Freundin, Charlotte beinahe mit Freund, der aber dann leider verreisen mußte, und die Restfamilie komplett. Und nächstes Weihnachten sind wir eine noch größere Großfamilie - Charlotte mit Mann, Anna mit Mann und Nachwuchs, Dietrich vermutlich mit Anhang, und meine Wenigkeit und Mama und Papi!
Leute - gründet Großfamilien, das ist soo schön!
Ihr habt ewig nichts von mir gehört - ich bin aber noch im Lande! Es war eine Menge los, der Weihnachtsstress hat die Gemüter ein bißchen aufgewühlt, aber jetzt ist das vorbei.
Jetzt wühlt was anderes die Gemüter auf (und vor allem mein von Natur aus sensibles Seelenkostüm): Anna kriegt in zehn Tagen ihren Sohn! Das ist natürlich das Gesprächsthema Nummer Eins!
Ich freue mich total, aber ich mache mir als Tante auch so meine Gedanken, ob das alles klappt mit dem kleinen Mann. Ich meine ja, daß alles gut geht, aber so eine Geburt ist kein Sonntagsspaziergang, die kann man nicht so einfach mal wegstecken. Aber die junge Mutter wird das schon packen.
Wir wollen sie in der Klinik besuchen, wenn das Baby da ist, und ein bißchen beruhigend auf den sicher aufgeregten Ehemann einwirken... (Falls mein Tonus vor lauter Aufregung nicht so hoch ist, daß ich gar nicht auf den Ehemann beruhigend einwirken kann!) Naja, mal gucken...
So, was war denn sonst noch los?
Wir hatten coole Weihnachten! Um das genauer zu definieren - Großfamilienweihnachten! Also, Anna plus Mann, Dietrich plus Freundin, Charlotte beinahe mit Freund, der aber dann leider verreisen mußte, und die Restfamilie komplett. Und nächstes Weihnachten sind wir eine noch größere Großfamilie - Charlotte mit Mann, Anna mit Mann und Nachwuchs, Dietrich vermutlich mit Anhang, und meine Wenigkeit und Mama und Papi!
Leute - gründet Großfamilien, das ist soo schön!
Sonntag, 17. Juli 2011
Familienneuigkeiten
Leute! Ich will euch mal wieder was erzählen - was ganz Tolles!
Also: Meine Sonne Anna erwartet ein Baby!!!
Erstmal der Reihe nach. Vor ein paar Wochen kam, wie immer Donnerstags, Anna zu mir ins Johannesstift, aber diesmal nicht allein, sondern mit Henning. Ich dachte: "Hey, was ist denn jetzt los?", und Anna erzählte mir den Oberhammer - sie wollen heiraten! Und ich dachte: "Oh, das ist aber toll!" und war natürlich im siebten Hochzeitshimmel. Ich habe nämlich schon jahrelang den Traum geträumt, daß jemand aus unserer Familie vor den Traualtar tritt. Und jetzt wird das Geträumte Wahrheit!
Aber dann kamen ein paar Wochen später Anna und Mama zu mir zu Besuch... Ich dachte: "Was will die Lore denn hier, so mitten in der Woche?" Und dann sagte Anna zu mir: "Ich muß dir jetzt schon wieder was Neues erzählen. Ich bin schwanger!"
Und da war ich komplett von der Rolle! Ein süßes kleines Baby wächst in Annas Bauch, und im nächsten Jahr ist es live da, und ich kann die kleinen Hände sehen, und es auf den Schoß nehmen, und erleben wie es wächst und irgendwann redet, läuft, zum Kindergarten gebracht wird, vorgelesen kriegt und wenn die Mama was backt, beim Teigausrollen hilft - und beim Probieren...
Wir werden jetzt endlich eine Großfamilie!
Ich freue mich schon wahnsinnig auf alles - erst auf die Hochzeit, und dann auf das Baby und alles, was wir damit erleben werden.
Leute macht euch auch Großfamilien - in meinen Augen ist das das Schönste, was es gibt!
Also: Meine Sonne Anna erwartet ein Baby!!!
Erstmal der Reihe nach. Vor ein paar Wochen kam, wie immer Donnerstags, Anna zu mir ins Johannesstift, aber diesmal nicht allein, sondern mit Henning. Ich dachte: "Hey, was ist denn jetzt los?", und Anna erzählte mir den Oberhammer - sie wollen heiraten! Und ich dachte: "Oh, das ist aber toll!" und war natürlich im siebten Hochzeitshimmel. Ich habe nämlich schon jahrelang den Traum geträumt, daß jemand aus unserer Familie vor den Traualtar tritt. Und jetzt wird das Geträumte Wahrheit!
Aber dann kamen ein paar Wochen später Anna und Mama zu mir zu Besuch... Ich dachte: "Was will die Lore denn hier, so mitten in der Woche?" Und dann sagte Anna zu mir: "Ich muß dir jetzt schon wieder was Neues erzählen. Ich bin schwanger!"
Und da war ich komplett von der Rolle! Ein süßes kleines Baby wächst in Annas Bauch, und im nächsten Jahr ist es live da, und ich kann die kleinen Hände sehen, und es auf den Schoß nehmen, und erleben wie es wächst und irgendwann redet, läuft, zum Kindergarten gebracht wird, vorgelesen kriegt und wenn die Mama was backt, beim Teigausrollen hilft - und beim Probieren...
Wir werden jetzt endlich eine Großfamilie!
Ich freue mich schon wahnsinnig auf alles - erst auf die Hochzeit, und dann auf das Baby und alles, was wir damit erleben werden.
Leute macht euch auch Großfamilien - in meinen Augen ist das das Schönste, was es gibt!
Samstag, 28. Mai 2011
Urlaub in Stralsund und Greifswald
Leute! Ihr habt ewig nichts von mir gehört!
Eure Sonne war mal wieder auf Achse, und zwar im hohen Norden. Erst in der alten Hansestadt Stralsund, und dann noch in der Unistadt Greifswald. Beide Städte beeindrucken durch wunderschöne Bauten, aber nicht nur! In Greifswald weilt nämlich mein ehemaliger "Schatz" namens Martin - ihr erinnert euch vielleicht: das war mein toller Zivi im Johannesstift, als ich dort einzog.
So, jetzt mal der Reihe nach.
Lore - auch bekannt als Mama - holte mich am Mittwochvormittag vom Johannesstift ab. Ich war schon ganz aufgeregt! Als sie kam und mir mit strahlendem Gesicht sagte: "Du, ich habe Martin erreicht", da war der Urlaub für mich perfekt. Aber erstmal ging's auf der Autobahn Richtung Stettin und dann Richtung Stralsund. Wir machten natürlich Pause, um die müden Glieder mal auszustrecken. Es war tote Hose auf der Autobahn, was Mama mit Wohlwollen goutierte, und wir kamen zu einer zivilen Zeit in Stralsund an. Wir stärkten uns erstmal in so einer Pizzeria, die ganz nett wirkte, dann suchten wir die angemietete Ferienwohnung. Es war wahnsinnig mühsam für Lore, mich über das "zauberhafte" Kopfsteinpflaster zu schieben, aber irgendwann kamen wir doch heil und gesund bei der Ferienwohnung "Am Kütertor" an. Wir ruhten erstmal, und dann suchten wir ein Speiselokal. Stralsund wirkte schon ganz leergefegt, aber am Neuen Markt fanden wir schließlich ein Restaurant, das ziemlich voll war. "Oh", dachten wir, "Stralsund ist doch nicht leergefegt", und wir begaben uns in die Stralsunder Bürgerschaft, die gerade speiste. Und wirklich - die Küche tat ihr Bestes, um unsere Gaumen zu verwöhnen!
Nach diesem Festmahl schliefen wir wie die Murmeltiere. Am nächsten Morgen frühstückten wir bei strahlendem Sonnenschein draußen in einem netten Café, und mittags kamen die anderen Brüggemanns, Anna und Dietrich.
Wir gingen mit ihnen zum Hafen und guckten uns die Gorch Fock an und ließen uns den Ostseewind um die Nase wehen. Oh, ich war ganz im siebten Himmel! Wir vergaßen natürlich nicht die leckeren Fischbrötchen, aber Anna nahm wegen EHEC den Salat runter vom Brötchen. Und abends ließen wir uns Tapas schmecken!
Am Freitag war der Höhepunkt: Wir trafen Martin in Greifswald!
Aber erstmal füllten wir unsere Mägen mit Eßbarem (Brötchen, Croissants, Kaffee, O-Saft usw.), diesmal drinnen im Café, weil der Wetttergott etwas kühlere Witterung bestellt hatte. Und dann ging's los!
Als wir in Greifswald angekommen waren, rief Lore Martin an. Wir sollten zum Dom kommen. Gut, also gingen wir zum Dom, und weil immer noch etwas kühlere Witterung war, gingen wir in den Dom hinein. Aber Martin ließ ein bißchen auf sich warten, und dann, als mein Tonus schon um einiges gestiegen war, sagte eine vertraute Stimme: "Na, alles klar?" Und das war Martin!
Wir entschlossen uns, erstmal das Wiedersehen zu begießen. Wir gingen in so eine Art Studentenkneipe und ich erzählte erstmal von den etlichen Veränderungen im Johannesstift. Martin erzählte auch, hielt meine Hand und ich war glücklich!
Als der Abschied sich nahte, habe ich gedacht: "Nein! ich will noch bleiben!" Aber Martin sagte in seiner beruhigenden Art: "Maus, ich komme doch in zwei Wochen mal wieder nach Berlin."
Wir kamen dann abends in Berlin an, und ich habe noch noch in Erinnerungen geschwelgt. Ich war glücklich und wahnsinnig müde, und wir sind irre früh ins Bett gegangen.
So Leute, das war mein Bericht über meinen Kurzurlaub mit Martin-"Sahnehäubchen"!
Eure Sonne war mal wieder auf Achse, und zwar im hohen Norden. Erst in der alten Hansestadt Stralsund, und dann noch in der Unistadt Greifswald. Beide Städte beeindrucken durch wunderschöne Bauten, aber nicht nur! In Greifswald weilt nämlich mein ehemaliger "Schatz" namens Martin - ihr erinnert euch vielleicht: das war mein toller Zivi im Johannesstift, als ich dort einzog.
So, jetzt mal der Reihe nach.
Lore - auch bekannt als Mama - holte mich am Mittwochvormittag vom Johannesstift ab. Ich war schon ganz aufgeregt! Als sie kam und mir mit strahlendem Gesicht sagte: "Du, ich habe Martin erreicht", da war der Urlaub für mich perfekt. Aber erstmal ging's auf der Autobahn Richtung Stettin und dann Richtung Stralsund. Wir machten natürlich Pause, um die müden Glieder mal auszustrecken. Es war tote Hose auf der Autobahn, was Mama mit Wohlwollen goutierte, und wir kamen zu einer zivilen Zeit in Stralsund an. Wir stärkten uns erstmal in so einer Pizzeria, die ganz nett wirkte, dann suchten wir die angemietete Ferienwohnung. Es war wahnsinnig mühsam für Lore, mich über das "zauberhafte" Kopfsteinpflaster zu schieben, aber irgendwann kamen wir doch heil und gesund bei der Ferienwohnung "Am Kütertor" an. Wir ruhten erstmal, und dann suchten wir ein Speiselokal. Stralsund wirkte schon ganz leergefegt, aber am Neuen Markt fanden wir schließlich ein Restaurant, das ziemlich voll war. "Oh", dachten wir, "Stralsund ist doch nicht leergefegt", und wir begaben uns in die Stralsunder Bürgerschaft, die gerade speiste. Und wirklich - die Küche tat ihr Bestes, um unsere Gaumen zu verwöhnen!
Nach diesem Festmahl schliefen wir wie die Murmeltiere. Am nächsten Morgen frühstückten wir bei strahlendem Sonnenschein draußen in einem netten Café, und mittags kamen die anderen Brüggemanns, Anna und Dietrich.
Wir gingen mit ihnen zum Hafen und guckten uns die Gorch Fock an und ließen uns den Ostseewind um die Nase wehen. Oh, ich war ganz im siebten Himmel! Wir vergaßen natürlich nicht die leckeren Fischbrötchen, aber Anna nahm wegen EHEC den Salat runter vom Brötchen. Und abends ließen wir uns Tapas schmecken!
Am Freitag war der Höhepunkt: Wir trafen Martin in Greifswald!
Aber erstmal füllten wir unsere Mägen mit Eßbarem (Brötchen, Croissants, Kaffee, O-Saft usw.), diesmal drinnen im Café, weil der Wetttergott etwas kühlere Witterung bestellt hatte. Und dann ging's los!
Als wir in Greifswald angekommen waren, rief Lore Martin an. Wir sollten zum Dom kommen. Gut, also gingen wir zum Dom, und weil immer noch etwas kühlere Witterung war, gingen wir in den Dom hinein. Aber Martin ließ ein bißchen auf sich warten, und dann, als mein Tonus schon um einiges gestiegen war, sagte eine vertraute Stimme: "Na, alles klar?" Und das war Martin!
Wir entschlossen uns, erstmal das Wiedersehen zu begießen. Wir gingen in so eine Art Studentenkneipe und ich erzählte erstmal von den etlichen Veränderungen im Johannesstift. Martin erzählte auch, hielt meine Hand und ich war glücklich!
Als der Abschied sich nahte, habe ich gedacht: "Nein! ich will noch bleiben!" Aber Martin sagte in seiner beruhigenden Art: "Maus, ich komme doch in zwei Wochen mal wieder nach Berlin."
Wir kamen dann abends in Berlin an, und ich habe noch noch in Erinnerungen geschwelgt. Ich war glücklich und wahnsinnig müde, und wir sind irre früh ins Bett gegangen.
So Leute, das war mein Bericht über meinen Kurzurlaub mit Martin-"Sahnehäubchen"!
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