Sonntag, 3. April 2011
Hochzeit
Leute, das Ereignis des Jahres, Christianes und Christophs Trauung, ist über die Bühne gegangen und ich war live anwesend! Und die ganze Familie Söndgen war mit von der Partie! Nur der Sohnemann war nicht zugegen, was ich sehr bedauerte. Aber als wir dem Auto entstiegen, kam mein Idol Walter auf uns zu und sagte: "Schön, daß Sie auch gekommen sind!" Ich dachte nur, ach Walter, dich zu sehen bereitet mir immer ein Glücksgefühl! So, und dann ging der Trauungsgottesdienst los. Erst kam eine Ansprache von dem Pfarrer, dann kam Christianes Kammerchor "Encore" und sang, dann kamen drei Lesungen; eine davon hat meine derzeitige Sonne Anna (meine Twin-sis) übernommen, und dann sang der Kinderchor und Encore auch nochmal, und dann gab es die eigentliche Trauung. Ich hab nur gedacht, hach, sehen die glücklich aus, und die Eltern Söndgen haben wirklich Glück mit diesem Schwiegersohn! Und dann, nach der Trauung, kamen die Gratulanten; es waren ganz viele, aber dazwischen war eine Lücke, und da kamen wir! Christiane war eine strahlende Braut, die, als sie mich sah, etwas gerührt wirkte... Aber an diesem Tag waren glaube ich alle gerührt! Leute, merkt euch: Wenn es irgendeine Trauung gibt, ich komme gern in die Kirche und stürze mich hinterher auch noch gern ins Partygewühl!
Sonntag, 13. März 2011
Ein besonderes Konzerterlebnis
Also Leute, endlich komme ich dazu, mein besonderes Chorkonzerterlebnis mal in Worte zu fassen.
Also, Mama ist zur Zeit in einem Chor, und dieser Chor machte neulich ein Konzert. Aber jetzt kommt das Besondere: Ich war beim Einsingen und bei der Probe direkt vor dem Konzert dabei! Für mich war das toll, mal Christianes Chorarbeit live und in Farbe zu erleben. Ich hätte nie gedacht, daß so viel Herzblut nötig ist, den Chor zu animieren! Zuerst hat der Chor so eine Art Gymnastik gemacht, um den Atem- und Bewegungsapparat zu lockern. Für mich wäre so etwas auch mal gut! Dann kamen so Einsingübungen, wie "Labello, Labello, Labello" oder "Rosen schön", das fand ich cool, und dann ging die Probe richtig los. Es wurde alles nochmal durchgesungen, und dann war eigentlich nichts mehr zu tun und es war Pause, wo sich die Chormitglieder nochmal ausruhen konnten.
Also, mein Erzeuger kam per U-Bahn zu der Kirche geeilt, und dann ging das Konzert los. Ich hab in meinem Kopf so gedacht, da vorne steht Mama, und ich habe im Kopf so richtig mitgeatmet und die Bewegung mitgemacht. Ich fand am besten das Lied zum Schluß: "Yes Sir, that's my baby", obwohl meine "Oldies" das nicht so berauschend fanden. Aber das Publikum hat da besonders viel geklatscht, kein Wunder, bei Popmusik geht das Publikum eben mit, obwohl die Stücke von Brahms und Schumann in diesem Konzert ja auch zu Herzen gingen.
Eine Weile lang nach dem Konzert hat die Mama noch meine Jacke gesucht, die war plötzlich unauffindbar und wir dachten schon, wir hätten sie verloren, aber zum Glück war sie nur woanders gelandet.
Das Ganze war irgendwie toll! Und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Konzert von der Chorwerkstatt, vielleicht kann ich dann ja wieder beim Einsingen zugegen sein!
Also, Mama ist zur Zeit in einem Chor, und dieser Chor machte neulich ein Konzert. Aber jetzt kommt das Besondere: Ich war beim Einsingen und bei der Probe direkt vor dem Konzert dabei! Für mich war das toll, mal Christianes Chorarbeit live und in Farbe zu erleben. Ich hätte nie gedacht, daß so viel Herzblut nötig ist, den Chor zu animieren! Zuerst hat der Chor so eine Art Gymnastik gemacht, um den Atem- und Bewegungsapparat zu lockern. Für mich wäre so etwas auch mal gut! Dann kamen so Einsingübungen, wie "Labello, Labello, Labello" oder "Rosen schön", das fand ich cool, und dann ging die Probe richtig los. Es wurde alles nochmal durchgesungen, und dann war eigentlich nichts mehr zu tun und es war Pause, wo sich die Chormitglieder nochmal ausruhen konnten.
Also, mein Erzeuger kam per U-Bahn zu der Kirche geeilt, und dann ging das Konzert los. Ich hab in meinem Kopf so gedacht, da vorne steht Mama, und ich habe im Kopf so richtig mitgeatmet und die Bewegung mitgemacht. Ich fand am besten das Lied zum Schluß: "Yes Sir, that's my baby", obwohl meine "Oldies" das nicht so berauschend fanden. Aber das Publikum hat da besonders viel geklatscht, kein Wunder, bei Popmusik geht das Publikum eben mit, obwohl die Stücke von Brahms und Schumann in diesem Konzert ja auch zu Herzen gingen.
Eine Weile lang nach dem Konzert hat die Mama noch meine Jacke gesucht, die war plötzlich unauffindbar und wir dachten schon, wir hätten sie verloren, aber zum Glück war sie nur woanders gelandet.
Das Ganze war irgendwie toll! Und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Konzert von der Chorwerkstatt, vielleicht kann ich dann ja wieder beim Einsingen zugegen sein!
Dienstag, 28. Dezember 2010
Eine traurige Karte
Am Tag vor Weihnachten erhielten wir eine Karte von meinem Onkel Hermann, in der stand, daß für sie dieses Weihnachten ziemlich traurig ist, und mehr wollte er nicht sagen. Das klang irgendwie ungewohnt, weil er sonst immer fröhliche Karten schreibt, und wie ich meinen Onkel Hermann kenne, normalerweise kein Kind von Traurigkeit ist.
Das wirkt auf mich wie ein Hilferuf, und ich würde sofort hinfahren und ihn da rausholen aus dem tiefen Loch, aber das Doofe ist, ich kann nicht hinfahren, bzw. wir können nicht hinfahren, weil Berlin eine Winterlandschaft ist und die Autobahn eine Rutschbahn. Also hab ich mir überlegt, was tun? Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, ich schreibe was in meinem Blog, vielleicht kann man ihn damit aufbauen.
Also, Hermann: Wir sind da! Für deine Tränen, wenn du reden willst - ich bin eine gute Zuhörerin! Ich weiß, wie das ist, wenn man ganz unten ist. Dann will man niemanden sehen und niemanden hören. Aber es ist vielleicht ganz gut, wenn du uns mal anrufst. Dann kann die Lore aufbauende Worte sagen, und ich sage jetzt schon: Kopf hoch! Wir sind immer erreichbar, wenn du nicht weiterweißt. Lore und ich sind da jederzeit offen. Raus damit! Du bist uns nicht egal, du bist uns wichtig!
Also, aufwärts! Und wie gesagt, wir stehen dir bei!
Das wirkt auf mich wie ein Hilferuf, und ich würde sofort hinfahren und ihn da rausholen aus dem tiefen Loch, aber das Doofe ist, ich kann nicht hinfahren, bzw. wir können nicht hinfahren, weil Berlin eine Winterlandschaft ist und die Autobahn eine Rutschbahn. Also hab ich mir überlegt, was tun? Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, ich schreibe was in meinem Blog, vielleicht kann man ihn damit aufbauen.
Also, Hermann: Wir sind da! Für deine Tränen, wenn du reden willst - ich bin eine gute Zuhörerin! Ich weiß, wie das ist, wenn man ganz unten ist. Dann will man niemanden sehen und niemanden hören. Aber es ist vielleicht ganz gut, wenn du uns mal anrufst. Dann kann die Lore aufbauende Worte sagen, und ich sage jetzt schon: Kopf hoch! Wir sind immer erreichbar, wenn du nicht weiterweißt. Lore und ich sind da jederzeit offen. Raus damit! Du bist uns nicht egal, du bist uns wichtig!
Also, aufwärts! Und wie gesagt, wir stehen dir bei!
Sonntag, 12. Dezember 2010
Wunderschönes Kinderkonzert in Pankow
Leute, es ist einiges passiert. Wo fangen wir an? Uff, so viel ist in meinem Kopf, ich muß das erstmal alles ordnen!
Also: Erstmal war Weihnachtsmarkt im Johannesstift. Es gab nicht soo viel Interessantes, weil wir den Weihnachtsmarkt zu früh gestürmt haben. Da hatten viele Stände noch gar nichts aufgebaut. Wir konnten aber nur so früh,weil wir gleich weiter fahren wollten nach Pankow, weil dort Christiane und ihr Schatz ein Kinderchorkonzert hatten. Wir haben es uns aber auf dem Weihnachtsmarkt erstmal mit Waffeln und Kaffee gutgehen lassen, und Mama hat natürlich mal wieder an einem Stand mit selbstgestrickten Sachen zugeschlagen; sie hat einen Kuschelschal und ganz warme Socken gekauft. Dann ab ins Auto, kurz nach Hause, und dann ab nach Pankow! Uff, war das eine Himmelfahrt! Aber es hat sich gelohnt!
Als wir da ankamen, sagte die Mama: "Oh, da sind ja Stufen!" Aber hilfsbereite Besucher hievten den schweren Rolli mit Inhalt hoch. Die Kirche war schon bis auf den letzten Platz gefüllt, aber als wir unsere Blicke so schweifen ließen, rief eine alte Frau uns zu: "Warten Sie, wir rücken ein bißchen zusammen", und so saßen wir vorne in der goldenen Mitte!
Als wir da noch so rumstanden, trat ein älterer Herr zu uns und sagte: "Sind Sie Familie Brüggemann? Ich bin Doktor Walter Söndgen." Ich dachte: "Nein, das darf ja wohl nicht wahr sein - ich treffe mein Idol Walter!!!" Und dann hat er sich bei mir bedankt für meinen Blog, den ich schreiben mußte, als es ihm so schlecht ging. Er hat gesagt, daß mein Blog ihm Kraft gegeben hat!! Ich dachte, "och Walter, das ist so schön, daß du mal in Berlin bist!"
So, das nur zu Walter. Jetzt kommt das übrige Konzert. Wir haben "Tochter Zion" gesungen, und ab und zu habe ich "ach Walter" geseufzt; und dann haben die Kinderchöre gesungen, und dann zum Schluß kam Christiane zu uns und ich empfing sie mit strahlenden Augen!
Was wir sonst noch alles in der letzten Zeit erlebt haben, reiche ich nach.
Leute, wenn ihr mal Christophs und Christanes Kinderchöre hören wollt, kommt einfach nach Berlin!
Also: Erstmal war Weihnachtsmarkt im Johannesstift. Es gab nicht soo viel Interessantes, weil wir den Weihnachtsmarkt zu früh gestürmt haben. Da hatten viele Stände noch gar nichts aufgebaut. Wir konnten aber nur so früh,weil wir gleich weiter fahren wollten nach Pankow, weil dort Christiane und ihr Schatz ein Kinderchorkonzert hatten. Wir haben es uns aber auf dem Weihnachtsmarkt erstmal mit Waffeln und Kaffee gutgehen lassen, und Mama hat natürlich mal wieder an einem Stand mit selbstgestrickten Sachen zugeschlagen; sie hat einen Kuschelschal und ganz warme Socken gekauft. Dann ab ins Auto, kurz nach Hause, und dann ab nach Pankow! Uff, war das eine Himmelfahrt! Aber es hat sich gelohnt!
Als wir da ankamen, sagte die Mama: "Oh, da sind ja Stufen!" Aber hilfsbereite Besucher hievten den schweren Rolli mit Inhalt hoch. Die Kirche war schon bis auf den letzten Platz gefüllt, aber als wir unsere Blicke so schweifen ließen, rief eine alte Frau uns zu: "Warten Sie, wir rücken ein bißchen zusammen", und so saßen wir vorne in der goldenen Mitte!
Als wir da noch so rumstanden, trat ein älterer Herr zu uns und sagte: "Sind Sie Familie Brüggemann? Ich bin Doktor Walter Söndgen." Ich dachte: "Nein, das darf ja wohl nicht wahr sein - ich treffe mein Idol Walter!!!" Und dann hat er sich bei mir bedankt für meinen Blog, den ich schreiben mußte, als es ihm so schlecht ging. Er hat gesagt, daß mein Blog ihm Kraft gegeben hat!! Ich dachte, "och Walter, das ist so schön, daß du mal in Berlin bist!"
So, das nur zu Walter. Jetzt kommt das übrige Konzert. Wir haben "Tochter Zion" gesungen, und ab und zu habe ich "ach Walter" geseufzt; und dann haben die Kinderchöre gesungen, und dann zum Schluß kam Christiane zu uns und ich empfing sie mit strahlenden Augen!
Was wir sonst noch alles in der letzten Zeit erlebt haben, reiche ich nach.
Leute, wenn ihr mal Christophs und Christanes Kinderchöre hören wollt, kommt einfach nach Berlin!
Sonntag, 5. Dezember 2010
Mein erster richtiger Film
Leute, es gibt ja Regisseure, die mich nicht so interessieren, aber mein Bruderherz ist ein ganz besonderer Regisseur! Ich sag gleich, warum! Erstmal der Reihe nach.
Also: vor drei Wochen fuhr unser Vito im Johannesstift vor, und Mama lud mich, warm eingepackt - mit dicken Lammfellstiefeln, Steppmantel, Schal, Handschuhen und Mütze - ein, und ab ging's zum Tempelhofer Flughafen. Dort e
rwartete uns schon die Filmcrew, bestehend aus Anna, Dietrich, Charlotte und einigen anderen Teammitgliedern und Schauspielern, alles Freunde von Anna und Dietrich. Und dann ging die Probe los. Es wurde an einem Stück gedreht, und man mußte das Ganze von Anfang bis Ende durchspielen. Wir haben ungefähr zweimal geprobt und dann fünfmal gedreht.
rwartete uns schon die Filmcrew, bestehend aus Anna, Dietrich, Charlotte und einigen anderen Teammitgliedern und Schauspielern, alles Freunde von Anna und Dietrich. Und dann ging die Probe los. Es wurde an einem Stück gedreht, und man mußte das Ganze von Anfang bis Ende durchspielen. Wir haben ungefähr zweimal geprobt und dann fünfmal gedreht. Ich mußte bei einer Szene immer so ein Schild hochhalten, da stand drauf: "Behinderte gehören auch dazu". Der Film handelt nämlich von Integration.
Wir haben aber nicht die ganze Zeit gearbeitet, es gab zwischendurch eine kleine Stärkung. Das war aber auch notwendig, weil der Wettergott nicht gerade so tolles Wetter geschickt hatte. Es regnete und der Wind heulte, und Mama mußte mich ab und zu fragen: "Geht's noch, oder ist es dir zu kalt?" Und ich antwortete: "Ich will bis zum Schluß mitmachen! Nicht daß du jetzt meinst, du müßtest mich ins Auto verfrachten und das war's!"
Und so hielten wir bis zum Schluß durch, aber hinterher war ich doch ein bißchen k.o.! Und dann fuhren wir in die elterliche Wohnung und ruhten ein bißchen aus von dem aufregenden Dreh.
So Leute, das war mein Dreh mit Dietrich! Wenn der Film irgendwo läuft, guckt euch den an! Er heißt "One Shot", und ich finde den ziemlich witzig.
Sonntag, 7. November 2010
Vier Tage in der Klinik
Leute! Es gibt ja Krankenhäuser, wo man denkt, Oh Gott, hoffentlich bin ich da bald wieder raus!
Aber nicht so in der Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg. Da wurde ich kürzlich nach Strich und Faden untersucht, weil mein Rücken bei vielen Bewegungen wehtut, vor allem, wenn ich vom Rollstuhl aufs Bett gelegt werde.
Ich wurde vom Fahrdienst im Stift abgeholt, dann wurde ich nach Schöneberg verfrachtet, und dann in Mamas Auto. Dann ging die Fahrt los nach Potsdam-Babelbsberg. Wir kamen pünktlich an und gingen erstmal zum Anmelden und dann auf die Station D. Da vertrieben wir uns die Zeit mit "Süderhof"-Vorlesen, und irgendwann wurde unser Zimmer frei. Dann wurde ich von der Ärztin untersucht, und nachmittags hat sich die Physiotherapeutin Melanie meine Kontrakturen vorgenommen, und dann kam der Oberarzt Dr. Drohla und hat gesagt, was am nächsten Tag durchgeführt werden sollte.
Am nächsten Tag wurde ich erst geröntgt, und dann wurde mir eine Spritze ins Hüftgelenk gegeben; in der Spritze war ein Schmerzmittel. Dann kam die Melanie zum Einsatz; sie hat mich durchbewegt, und ich mußte sagen, wann der Schmerz auftrat. Es war aber kein Unterschied zu sonst! Dann kam nochmal der Dr. Drohla und hat nachgefragt, und das war's eigentlich. An den anderen Tage war ich mal im Stehständer, und am Motomed, das war so eine Art Fahrrad, und ich war sogar in einem Laufständer. Das war für mich mal wieder eine neue Erfahrung und hat mir mal wieder gezeigt, was in mir steckt.
Nicht daß ihr denkt, Klinikaufenthalt besteht nur aus Untersuchungen. Nein, es gab leckeres Frühstück, dann kam die Visite, die von einer netten Krankenschwester namens Caro auch "Horde" genannt wurde, was ich lustig fand, und außerdem gab es natürlich Mittag- und Abendessen. Und zwischendurch Besuch: von Papa und Anna, und die Uli aus meinem Stift hat mich angerufen.
Auf der Station war es buntgemischt von nicht so schwer behinderten Kindern bis zu sehr schwer behinderten. Von denen fand ich die Anne besonders süß, die war immer trotz der schweren Behinderung ein Sonnenschein. Ich fand die Mütter alle sehr nett, die hatten so einen trockenen Humor.
Das Ergebnis von all den Untersuchungen ist: ich muß Ende Februar an den Füßen operiert werden, am Rücken wollen sie erstmal nichts unternehmen, weil das zu stressig wäre. Aber bei den Füßen, das ist ist nicht so eine hammergroße OP, und ich kann dann endlich bessere Schuhe tragen.
Man höre und staune: ich freue mich auf Februar!
Aber nicht so in der Oberlinklinik in Potsdam-Babelsberg. Da wurde ich kürzlich nach Strich und Faden untersucht, weil mein Rücken bei vielen Bewegungen wehtut, vor allem, wenn ich vom Rollstuhl aufs Bett gelegt werde.
Ich wurde vom Fahrdienst im Stift abgeholt, dann wurde ich nach Schöneberg verfrachtet, und dann in Mamas Auto. Dann ging die Fahrt los nach Potsdam-Babelbsberg. Wir kamen pünktlich an und gingen erstmal zum Anmelden und dann auf die Station D. Da vertrieben wir uns die Zeit mit "Süderhof"-Vorlesen, und irgendwann wurde unser Zimmer frei. Dann wurde ich von der Ärztin untersucht, und nachmittags hat sich die Physiotherapeutin Melanie meine Kontrakturen vorgenommen, und dann kam der Oberarzt Dr. Drohla und hat gesagt, was am nächsten Tag durchgeführt werden sollte.
Am nächsten Tag wurde ich erst geröntgt, und dann wurde mir eine Spritze ins Hüftgelenk gegeben; in der Spritze war ein Schmerzmittel. Dann kam die Melanie zum Einsatz; sie hat mich durchbewegt, und ich mußte sagen, wann der Schmerz auftrat. Es war aber kein Unterschied zu sonst! Dann kam nochmal der Dr. Drohla und hat nachgefragt, und das war's eigentlich. An den anderen Tage war ich mal im Stehständer, und am Motomed, das war so eine Art Fahrrad, und ich war sogar in einem Laufständer. Das war für mich mal wieder eine neue Erfahrung und hat mir mal wieder gezeigt, was in mir steckt.
Nicht daß ihr denkt, Klinikaufenthalt besteht nur aus Untersuchungen. Nein, es gab leckeres Frühstück, dann kam die Visite, die von einer netten Krankenschwester namens Caro auch "Horde" genannt wurde, was ich lustig fand, und außerdem gab es natürlich Mittag- und Abendessen. Und zwischendurch Besuch: von Papa und Anna, und die Uli aus meinem Stift hat mich angerufen.
Auf der Station war es buntgemischt von nicht so schwer behinderten Kindern bis zu sehr schwer behinderten. Von denen fand ich die Anne besonders süß, die war immer trotz der schweren Behinderung ein Sonnenschein. Ich fand die Mütter alle sehr nett, die hatten so einen trockenen Humor.
Das Ergebnis von all den Untersuchungen ist: ich muß Ende Februar an den Füßen operiert werden, am Rücken wollen sie erstmal nichts unternehmen, weil das zu stressig wäre. Aber bei den Füßen, das ist ist nicht so eine hammergroße OP, und ich kann dann endlich bessere Schuhe tragen.
Man höre und staune: ich freue mich auf Februar!
Sonntag, 18. Juli 2010
Sommer und Weimar und Herzogsägmühle
Dreiunddreißig Grad im Schatten - Leute, war das ein Sommeranfang! Im Johannesstift hat man die Hitze aber nicht so gemerkt, nur wenn man woanders war, dann hat man gedacht "Huch, ist das heiß!"
A propos "woanders": ich war oder besser wir waren wirklich woanders - in der Goethestadt Weimar. Also der Reihe nach. Meine Erzeuger hatten mir zu meinem Wiegenfest eine Städtereise geschenkt, und die führte nach Weimar. Also drei Tage Weimar, von Donnerstag bis Samstag. Am 8. Juli fuhren wir mit dem Auto los. Es war im Auto schon brütend heiß, aber wir haben den Luxus einer Klimaanlage! Die trat dann in Aktion, und das brachte uns etwas Abkühlung. Die ganze Zeit ist Mama gefahren, weil Charlotte einen steifen Hals hatte, das war richtig doof. Leute, nicht daß ihr jetzt denkt "Oh Gott", das arme Clärchen! Ich fand das für die Charlotte etwas ungemütlich, nicht Mamas Fahrweise (die fand ich ziemlich cool).
Unser Domizil in Weimar hatte leider eine Treppe, obwohl das im Erdgeschoß war, aber irgendwie hievten mich Charlotte, Papa und Mama die Treppe hoch. Die Wohnung war etwas spießig eingerichtet, so komische Sekretäre und Schränke und Stühle, die man sonst nie sieht, höchstens in richtig doofen Filmen.
Aber man konnte zu Fuß das Stadtzentrum unsicher machen! Und das taten wir- in Form von Eisessen, Bummeln etcetera! Dann ruhten wir ein bißchen in der kühlen Ferienwohnung, und dann ging's nochmal los zum Abendessen. Ich hatte wie fast immer ein Wiener Schnitzel. Nach dem Mahl saßen wir ganz gepflegt in unserer Loggia, und dann fielen wir in Morpheus' Arme.
Leute, um meinen Bericht abzurunden: wir waren nicht die ganze Zeit in der Ferienwohnung, sondern auch mal außerhalb des Domizils, und haben zum Beispiel die Eisdielen ausprobiert, oder die Restaurants mit unserer Gegenwart beglückt! Und natürlich waren wir auch in dem Goehte-Park! Uff, war das heiß! Aber ich hatte ja meine Zofen: Mama, Papa und Charlotte haben mich mit einem kühlen nassen Tuch die ganze Zeit erfrischt ...
Am dritten Tag ging es dann wieder ab auf die Autobahn...
So, Leute, das war mein kurzer Sommertrip in die Goethestadt Weimar! Aber das war noch nicht alles in diesem ereignisreichen Sommer. Denn das große Ereignis "Sommerlager 2010" stand ja auch noch vor der Sommertür.
Leute, das war einfach toll, mal wieder die bayerische Luft einzuatmen! Ich hatte mal wieder tolle weibliche "Sonnen", die meine Luftküsse, mein "ach Valentin" und das notwendige Kippen meines Rollstuhls super gemeistert haben! Und dann gab es noch Lagerfeuer, Andachten mit Gesang, Ausflüge, einfach mal chillen, und ab und zu das legendäre "ach Valentin"....
Das Wetter war am Anfang strahlend schön, aber Pustekuchen - es wurde während der Lagerwoche immer grauer! Aber ich hab gesagt: "Ich will nicht in die Turnhalle umziehen, ich will im Zelt bleiben!"
Es werden übrigens immer wieder neue Betreuer gebraucht; also Leute, das ist ein Appell: macht das Lager im nächsten Jahr mit!
A propos "woanders": ich war oder besser wir waren wirklich woanders - in der Goethestadt Weimar. Also der Reihe nach. Meine Erzeuger hatten mir zu meinem Wiegenfest eine Städtereise geschenkt, und die führte nach Weimar. Also drei Tage Weimar, von Donnerstag bis Samstag. Am 8. Juli fuhren wir mit dem Auto los. Es war im Auto schon brütend heiß, aber wir haben den Luxus einer Klimaanlage! Die trat dann in Aktion, und das brachte uns etwas Abkühlung. Die ganze Zeit ist Mama gefahren, weil Charlotte einen steifen Hals hatte, das war richtig doof. Leute, nicht daß ihr jetzt denkt "Oh Gott", das arme Clärchen! Ich fand das für die Charlotte etwas ungemütlich, nicht Mamas Fahrweise (die fand ich ziemlich cool).
Unser Domizil in Weimar hatte leider eine Treppe, obwohl das im Erdgeschoß war, aber irgendwie hievten mich Charlotte, Papa und Mama die Treppe hoch. Die Wohnung war etwas spießig eingerichtet, so komische Sekretäre und Schränke und Stühle, die man sonst nie sieht, höchstens in richtig doofen Filmen.
Aber man konnte zu Fuß das Stadtzentrum unsicher machen! Und das taten wir- in Form von Eisessen, Bummeln etcetera! Dann ruhten wir ein bißchen in der kühlen Ferienwohnung, und dann ging's nochmal los zum Abendessen. Ich hatte wie fast immer ein Wiener Schnitzel. Nach dem Mahl saßen wir ganz gepflegt in unserer Loggia, und dann fielen wir in Morpheus' Arme.
Leute, um meinen Bericht abzurunden: wir waren nicht die ganze Zeit in der Ferienwohnung, sondern auch mal außerhalb des Domizils, und haben zum Beispiel die Eisdielen ausprobiert, oder die Restaurants mit unserer Gegenwart beglückt! Und natürlich waren wir auch in dem Goehte-Park! Uff, war das heiß! Aber ich hatte ja meine Zofen: Mama, Papa und Charlotte haben mich mit einem kühlen nassen Tuch die ganze Zeit erfrischt ...
Am dritten Tag ging es dann wieder ab auf die Autobahn...
So, Leute, das war mein kurzer Sommertrip in die Goethestadt Weimar! Aber das war noch nicht alles in diesem ereignisreichen Sommer. Denn das große Ereignis "Sommerlager 2010" stand ja auch noch vor der Sommertür.
Leute, das war einfach toll, mal wieder die bayerische Luft einzuatmen! Ich hatte mal wieder tolle weibliche "Sonnen", die meine Luftküsse, mein "ach Valentin" und das notwendige Kippen meines Rollstuhls super gemeistert haben! Und dann gab es noch Lagerfeuer, Andachten mit Gesang, Ausflüge, einfach mal chillen, und ab und zu das legendäre "ach Valentin"....
Das Wetter war am Anfang strahlend schön, aber Pustekuchen - es wurde während der Lagerwoche immer grauer! Aber ich hab gesagt: "Ich will nicht in die Turnhalle umziehen, ich will im Zelt bleiben!"
Es werden übrigens immer wieder neue Betreuer gebraucht; also Leute, das ist ein Appell: macht das Lager im nächsten Jahr mit!
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