Leute! Es ist so einiges passiert! Wir haben meinen Umzug gewuppt! Ich war schon ein bißchen nervös; ich dachte: "Hoffentlich sind da nette Betreuer und nette Mitbewohner. Das ist für mich absolutes Neuland!"
Aber dann kam ich an, und ein Betreuer namens Simon hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Um das genauer zu definieren: ich war - und bin immer noch - hin und weg von Simon! Aber das ist nicht das Einzige, es gibt noch mehr Highlights. Zum Beispiel Bibelkreis, und Chor, und jeden Sonntag Gottesdienst, und Konzerte, und eine Theatergruppe, wo wir selbst Stücke schreiben.
Und meine Mitbewohner sind total lieb und lustig und keine Kinder von Traurigkeit. Am besten verstehe ich mich mit Johannes, der hat dieselben Interessen wie ich - Konzerte, Gottesdienst, Filme; und er blüht richtig auf, wenn ich in seiner Nähe bin...
Ich will gar nicht mehr so oft die elterliche Wohnung beehren! Ein Beispiel: die Mama fragte mich gestern, ob ich erst am Sonntag zurückkommen wollte (ich bin nämlich gerade mal wieder in die elterlichen Gefilde in Schöneberg eingefallen), aber ich sagte: "Nein, vergiß es! Ich will am Samstagabend zurück, weil da unser allseits beliebter Simon Dienst hat!" Wobei er mit Erol ein Konzert besucht, aber am Sonntag ist er ja auch noch da, und da kann ich meine Arie "Ach, Siiiiimooon" aus meinem Mund erklingen lassen!
Aber wenn er am Montag zur Uni muß, dann tönt das ganze Johannesstift wieder von meinem abgewandelten Seufzer: "Ach, Maaaartiiin!" Martin ist unser toller Zivi, der ist fast so gut wie Siiimoon....
Also, Leute, wenn ihr mal nicht wißt, was ihr machen sollt, dann lest meinen Blog und kommt mich besuchen!
Samstag, 10. Oktober 2009
Sonntag, 5. Juli 2009
Es wird ernst
In zehn Tagen fahren wir hoch nach Berlin! Da wuppen wir meinen Umzug!
Ab morgen, Montag, ist die Woche gespickt mit tränenreichen Abschiedsfeiern. Am Mittwoch ist der Abschied von der Förderstätte, und am Freitag gehe ich mit meinem besten Freund Edgar zum Abschied nochmal essen; wir wollen uns nochmal so richtig schön Zeit nehmen, Luftküsse und Adressen austauschen, reden, und einfach die Zeit miteinander genießen.
Am Samstag gehen wir zu unserer sehr guten Freundin Edith; wir haben mit ihr so viel unternommen - Konzerte, Teetrinken, Reden über die Kinder...
Sie hat mich ja früher lange mit Physiotherapie behandelt, und so haben wir uns überhaupt kennengelernt. Sie gehört sozusagen zu unserer Familie dazu.
Am Montag steigt dann die Wohngruppen-Abschiedsfeier. Wir machen einen Grill; Mama und Papa kommen, und die Tränenbäche werden garantiert fließen!
Danach wird gepackt, und am Mittwoch, dem 15. Juli, werden die Zelte für mich abgebrochen und neu wieder in Berlin aufgeschlagen.
Mama und Papa begleiten ihr "Töchterchen" bis zum Samstag, da geht's wieder zurück. Aber für mich heißt es erstmal: Betreuer kennenlernen, Therapeuten mit meinem Charme becircen, die Mitbewohner für mich einnehmen... Und wenn ich irgendwie Familie sehen will, dann ist es auch kein Problem: Es gibt einen Bus, den "Metro-Bus", der bringt mich überall hin in Berlin, also zu Anna, oder Charlotte, oder Dietrich, oder Christiane, die ist zwar nicht wirklich Familie, aber für mich so ähnlich wie eine Schwester.
So Leute, ich melde mich wieder, wenn wir alle in Berlin sind!
Ab morgen, Montag, ist die Woche gespickt mit tränenreichen Abschiedsfeiern. Am Mittwoch ist der Abschied von der Förderstätte, und am Freitag gehe ich mit meinem besten Freund Edgar zum Abschied nochmal essen; wir wollen uns nochmal so richtig schön Zeit nehmen, Luftküsse und Adressen austauschen, reden, und einfach die Zeit miteinander genießen.
Am Samstag gehen wir zu unserer sehr guten Freundin Edith; wir haben mit ihr so viel unternommen - Konzerte, Teetrinken, Reden über die Kinder...
Sie hat mich ja früher lange mit Physiotherapie behandelt, und so haben wir uns überhaupt kennengelernt. Sie gehört sozusagen zu unserer Familie dazu.
Am Montag steigt dann die Wohngruppen-Abschiedsfeier. Wir machen einen Grill; Mama und Papa kommen, und die Tränenbäche werden garantiert fließen!
Danach wird gepackt, und am Mittwoch, dem 15. Juli, werden die Zelte für mich abgebrochen und neu wieder in Berlin aufgeschlagen.
Mama und Papa begleiten ihr "Töchterchen" bis zum Samstag, da geht's wieder zurück. Aber für mich heißt es erstmal: Betreuer kennenlernen, Therapeuten mit meinem Charme becircen, die Mitbewohner für mich einnehmen... Und wenn ich irgendwie Familie sehen will, dann ist es auch kein Problem: Es gibt einen Bus, den "Metro-Bus", der bringt mich überall hin in Berlin, also zu Anna, oder Charlotte, oder Dietrich, oder Christiane, die ist zwar nicht wirklich Familie, aber für mich so ähnlich wie eine Schwester.
So Leute, ich melde mich wieder, wenn wir alle in Berlin sind!
Sonntag, 10. Mai 2009
Hurra, ich habe einen Platz!
Leute, stellt euch vor: ich hab einen Platz im Johannesstift! Vor ein paar Tagen kam der Brief, in dem stand, daß sie "sich freuen, mir einen Platz ab dem 15.6." anbieten zu können!
Das hat mich natürlich umgehauen! Ich habe von nichts anderem mehr geredet, und ich muß dauernd daran denken. Ich finde es einfach cool, näher bei meinen Geschwistern zu sein und da mehr mitzukriegen! Zum Beispiel Filmpremieren, oder Geburtstage, oder einfach mal bummeln, shoppen, Kaffee trinken...
Und natürlich das Leben im Johannesstift, mit Chor, mit Gottesdiensten, Bibelkreis usw. - das wird bestimmt auch obercool!
Ein bißchen komisch ist es allerdings schon, die vertraute Umgebung zu verlassen, und vor allem die tollen Betreuer im MFZ! Aber die können mich ja besuchen...
Wenn ich an meinen Umzug denke, bin ich schon ein bißchen nervös - wie das alles wird, ob die Leute alle nett sind, wie meine Mitbewohner so ticken und so... Aber ich bin trotzdem optimistisch und SEHR neugierig!
Das hat mich natürlich umgehauen! Ich habe von nichts anderem mehr geredet, und ich muß dauernd daran denken. Ich finde es einfach cool, näher bei meinen Geschwistern zu sein und da mehr mitzukriegen! Zum Beispiel Filmpremieren, oder Geburtstage, oder einfach mal bummeln, shoppen, Kaffee trinken...
Und natürlich das Leben im Johannesstift, mit Chor, mit Gottesdiensten, Bibelkreis usw. - das wird bestimmt auch obercool!
Ein bißchen komisch ist es allerdings schon, die vertraute Umgebung zu verlassen, und vor allem die tollen Betreuer im MFZ! Aber die können mich ja besuchen...
Wenn ich an meinen Umzug denke, bin ich schon ein bißchen nervös - wie das alles wird, ob die Leute alle nett sind, wie meine Mitbewohner so ticken und so... Aber ich bin trotzdem optimistisch und SEHR neugierig!
Sonntag, 26. April 2009
Mein Johannesstift
Leute! Es gibt ja viele Einrichtungen für Behinderte, aber das Johannesstift in Berlin ist einfach einsame Spitze!
Also, ihr denkt vermutlich, wie kommt Clärchen denn dazu, München und ihr Münchner Förderzentrum niedriger zu hängen??? Aber das kann ich euch gleich beantworten.
Wir waren nämlich letzten Montag in Berlin und im Johannesstift, und ich hab das Ganze mal in Augenschein genommen, und die Leute dort haben mich auch mal näher angeguckt. Und was soll ich sagen: alles ist einfach super. Erstmal die Wohngruppe! Da ist ein toller Gemeinschaftsraum, groß, gemütlich, sogar mit Katze, und mit einer riesigen Terrasse mit großem Tisch, wo man draußen sitzen kann und die Berliner Luft genießen. Das Tolle ist, man braucht keinen Aufzug, weil alle Wohngruppen-Wohnungen im Parterre liegen. Aber es gibt ja nicht nur die Wohngruppen. Also, da gibt's viele Häuser mit allen möglichen Sachen - ein Schwimmbad, ein Café, ein Kino, außerdem natürlich Werkstätten, aber auch noch andere Leute als Behinderte, Senioren zum Beispiel, oder ein Kindergarten, eine Schule... Und deswegen ist es wie ein Dorf. Einen Edeka-Laden gibt es auch, einen Frisör, einen Arzt, undsoweiter. Nicht zu vergessen und für mich sehr wichtig: eine schöne große Kirche.
Die Häuser sind alle aus rotem Backstein, und es gibt viele Bäume, und wenn du Lust hat, Sonntags mal ins Grüne zu fahren, dann brauchst du keinen fahrbaren Untersatz; du kannst nämlich von der Haustür aus direkt ins Grüne marschieren.
Am Wochenende wirst du nicht einfach vor den Fernseher geschoben, sondern dein Wochenende besteht aus dem Kirchgang, und hinterher macht man was, was die Wohngruppe vorher zusammen überlegt hat. Und überhaupt kann man da in der Freizeit ganz viel machen, weil es viele Hobbygruppen gibt - Chor, Bibelkreis, Schach, Theater, Kartenspiele, Quiz...
Ich meine, wir sind ja noch eine Weile hier, aber es macht mir einfach Spaß, jetzt schon Dialoge zu führen, die ich mir im Johannesstift ausmale.
Ich stelle mir vor, daß ich, wenn ich erstmal dort bin, am Wochenende öfters mal im Johannesstift bleibe und nicht dauernd meinen "Oldies" (Mama und Papa) auf der Pelle hocke...
Also, ihr denkt vermutlich, wie kommt Clärchen denn dazu, München und ihr Münchner Förderzentrum niedriger zu hängen??? Aber das kann ich euch gleich beantworten.
Wir waren nämlich letzten Montag in Berlin und im Johannesstift, und ich hab das Ganze mal in Augenschein genommen, und die Leute dort haben mich auch mal näher angeguckt. Und was soll ich sagen: alles ist einfach super. Erstmal die Wohngruppe! Da ist ein toller Gemeinschaftsraum, groß, gemütlich, sogar mit Katze, und mit einer riesigen Terrasse mit großem Tisch, wo man draußen sitzen kann und die Berliner Luft genießen. Das Tolle ist, man braucht keinen Aufzug, weil alle Wohngruppen-Wohnungen im Parterre liegen. Aber es gibt ja nicht nur die Wohngruppen. Also, da gibt's viele Häuser mit allen möglichen Sachen - ein Schwimmbad, ein Café, ein Kino, außerdem natürlich Werkstätten, aber auch noch andere Leute als Behinderte, Senioren zum Beispiel, oder ein Kindergarten, eine Schule... Und deswegen ist es wie ein Dorf. Einen Edeka-Laden gibt es auch, einen Frisör, einen Arzt, undsoweiter. Nicht zu vergessen und für mich sehr wichtig: eine schöne große Kirche.
Die Häuser sind alle aus rotem Backstein, und es gibt viele Bäume, und wenn du Lust hat, Sonntags mal ins Grüne zu fahren, dann brauchst du keinen fahrbaren Untersatz; du kannst nämlich von der Haustür aus direkt ins Grüne marschieren.
Am Wochenende wirst du nicht einfach vor den Fernseher geschoben, sondern dein Wochenende besteht aus dem Kirchgang, und hinterher macht man was, was die Wohngruppe vorher zusammen überlegt hat. Und überhaupt kann man da in der Freizeit ganz viel machen, weil es viele Hobbygruppen gibt - Chor, Bibelkreis, Schach, Theater, Kartenspiele, Quiz...
Ich meine, wir sind ja noch eine Weile hier, aber es macht mir einfach Spaß, jetzt schon Dialoge zu führen, die ich mir im Johannesstift ausmale.
Ich stelle mir vor, daß ich, wenn ich erstmal dort bin, am Wochenende öfters mal im Johannesstift bleibe und nicht dauernd meinen "Oldies" (Mama und Papa) auf der Pelle hocke...
Sonntag, 5. April 2009
Fernsehen
Also Leute, ärgert ihr euch manchmal auch über das Fernsehprogramm?
Ich wollte heute eigentlich "Nesthocker" gucken - das ist so eine Familienserie, die ich ganz gut finde, jedenfalls für Sonntagvormittag. Aber was war? ein sogenanntes "Spezial", und zwar über Barack Obama, der ja gerade in Europa weilt. Und weil da viele Leute denken: "Oooh, Barack Obama!" muß dann gleich den halben Tag über der Gott Barack Obama in den Fernsehhimmel gehoben werden. Dieses ewige "Ach ich bin ja so gut gelaunt"-Grinsen von dem Barack geht mir auf die Nerven, das ist doch nur Show, und dann muß das auch noch am Sonntagvormittag im Fernsehen verbraten werden...
Was mich auch auf die Palme bringt, wenn ich Sonntags nach dem Fernseh-Gottesdienst noch ein bißchen weiter fernsehen möchte: wenn dann Skilaufen kommt, oder Autorennen, oder Radrennen, oder Tennis, - wobei, seit ich weiß, daß die Anja Radrennen fährt, sehe ich das zumindest in etwas anderem Licht...
Und noch was: Diese Gericht-Shows, wo einfach sinnlos drauflos geschrien wird, die kann ich ja auf den Tod nicht ausstehen. Ich finde die einfach nur DUMM! Sowas sollte man erst gar nicht senden!
Ich finde, die Programmlandschaft sollte mal grundlegend geändert werden! Nicht mehr diese blöden Shows, aber viel mehr Dokus über das richtige Leben. Mich interessieren besonders Dokufilme über Ärzte, über Kurheime, über Tiere, über Leute, die was Sinnvolles machen!
Zum Beispiel könnte man mal etwas über die Johanniter bringen, oder über mein Förderzentrum...
Ich wollte heute eigentlich "Nesthocker" gucken - das ist so eine Familienserie, die ich ganz gut finde, jedenfalls für Sonntagvormittag. Aber was war? ein sogenanntes "Spezial", und zwar über Barack Obama, der ja gerade in Europa weilt. Und weil da viele Leute denken: "Oooh, Barack Obama!" muß dann gleich den halben Tag über der Gott Barack Obama in den Fernsehhimmel gehoben werden. Dieses ewige "Ach ich bin ja so gut gelaunt"-Grinsen von dem Barack geht mir auf die Nerven, das ist doch nur Show, und dann muß das auch noch am Sonntagvormittag im Fernsehen verbraten werden...
Was mich auch auf die Palme bringt, wenn ich Sonntags nach dem Fernseh-Gottesdienst noch ein bißchen weiter fernsehen möchte: wenn dann Skilaufen kommt, oder Autorennen, oder Radrennen, oder Tennis, - wobei, seit ich weiß, daß die Anja Radrennen fährt, sehe ich das zumindest in etwas anderem Licht...
Und noch was: Diese Gericht-Shows, wo einfach sinnlos drauflos geschrien wird, die kann ich ja auf den Tod nicht ausstehen. Ich finde die einfach nur DUMM! Sowas sollte man erst gar nicht senden!
Ich finde, die Programmlandschaft sollte mal grundlegend geändert werden! Nicht mehr diese blöden Shows, aber viel mehr Dokus über das richtige Leben. Mich interessieren besonders Dokufilme über Ärzte, über Kurheime, über Tiere, über Leute, die was Sinnvolles machen!
Zum Beispiel könnte man mal etwas über die Johanniter bringen, oder über mein Förderzentrum...
Samstag, 28. März 2009
Meine Oma
Meine Oma war immer der Mittelpunkt in unserer Familie. Ich denke immer noch sehr oft an sie, obwohl sie schon eine Weile tot ist.
Früher, wenn wir sie besucht haben, hat sie uns vom Zug abgeholt, immer ganz schick angezogen - grünes Kostüm oder ein Lodenrock - und sie hat uns immer ganz fröhlich und heiter begrüßt, und dann ging es in die Baumgartenstraße, und da haben wir in der Gartenküche Tee gemacht und so schönes kleines Stieleis mit Schokoladenguß gegessen, und wir haben im Garten gesessen und von früheren Urlauben mit meinem Opa geredet. Morgens haben wir uns im Eßzimmer das Frühstück schmecken lassen; es gab Brötchen, Müsli, Joghurt, "ahle" Wurst - das ist eine Kasseler Spezialität -, für die gesundheitsbewußte Oma natürlich auch Obst, außerdem Eier, Saft, Knäckebrot. Wir haben das Frühstück immer schön lang ausgedehnt, dann sind wir spazierengegangen, an die Prinzenquelle oder in den Wilhelmshöher Park, und dann gab's für die Enkel noch ein Eis!
Ein schönes Gemüsesüppchen durfte natürlich nicht fehlen, das hatte die Oma meistens schon vorgekocht, und dann hatte sie mehr Zeit für die "Großen" (damit meine ich mich und meine Geschwister).
An Oma fand ich immer besonders toll, daß sie so herrlichen Quatsch gemacht hat, gar nicht so wie sonst alte Leute sind. Und ich fand es immer so gemütlich, wenn sie im Wohnzimmer Knabberkram aus dem Buffet geholt hat. Und die Mama saß am Klavier und hat die "Kinderszenen" gespielt...
Später ging es der Oma nicht mehr so gut, sie hat ganz viel vergessen und ihre Enkel nicht mehr erkannt. Aber als sie gestorben ist, ist für mich eine Welt zusammengebrochen, und ich war traurig. Ich habe mir ein Video mit dem "Requiem" angeguckt, aber es war alles ohne meine Oma so leer.
Ich denke immer noch so gern an die heitere Oma im Garten, nachmittags beim Tee.
Früher, wenn wir sie besucht haben, hat sie uns vom Zug abgeholt, immer ganz schick angezogen - grünes Kostüm oder ein Lodenrock - und sie hat uns immer ganz fröhlich und heiter begrüßt, und dann ging es in die Baumgartenstraße, und da haben wir in der Gartenküche Tee gemacht und so schönes kleines Stieleis mit Schokoladenguß gegessen, und wir haben im Garten gesessen und von früheren Urlauben mit meinem Opa geredet. Morgens haben wir uns im Eßzimmer das Frühstück schmecken lassen; es gab Brötchen, Müsli, Joghurt, "ahle" Wurst - das ist eine Kasseler Spezialität -, für die gesundheitsbewußte Oma natürlich auch Obst, außerdem Eier, Saft, Knäckebrot. Wir haben das Frühstück immer schön lang ausgedehnt, dann sind wir spazierengegangen, an die Prinzenquelle oder in den Wilhelmshöher Park, und dann gab's für die Enkel noch ein Eis!
Ein schönes Gemüsesüppchen durfte natürlich nicht fehlen, das hatte die Oma meistens schon vorgekocht, und dann hatte sie mehr Zeit für die "Großen" (damit meine ich mich und meine Geschwister).
An Oma fand ich immer besonders toll, daß sie so herrlichen Quatsch gemacht hat, gar nicht so wie sonst alte Leute sind. Und ich fand es immer so gemütlich, wenn sie im Wohnzimmer Knabberkram aus dem Buffet geholt hat. Und die Mama saß am Klavier und hat die "Kinderszenen" gespielt...
Später ging es der Oma nicht mehr so gut, sie hat ganz viel vergessen und ihre Enkel nicht mehr erkannt. Aber als sie gestorben ist, ist für mich eine Welt zusammengebrochen, und ich war traurig. Ich habe mir ein Video mit dem "Requiem" angeguckt, aber es war alles ohne meine Oma so leer.
Ich denke immer noch so gern an die heitere Oma im Garten, nachmittags beim Tee.
Sonntag, 15. März 2009
Anja
So, Leute, ich melde mich mal wieder zu Wort! Der Grund ist folgender:
Anja, eine tolle Erzieherin bei uns in der Wohngruppe, hat die Zelte bei uns abgebrochen, mit anderen Worten, sie hat gekündigt, zu meinem großen Bedauern. Und deswegen will ich heute mal was über Anja schreiben.
Also, Anja war - oder besser ist - groß, gutgebaut, blond, sie hat eine Brille und kurze lockige Haare. Sie ist immer nett, freundlich, gutgelaunt, humorvoll, und sie kocht gern und gut.
Ich habe immer gern Rollenspiele mit ihr gemacht; zum Beispiel in der Therme, wo wir neulich waren, da haben wir Ehepaar Kosch (so heißt das jung verheiratete Paar) gespielt, Anja war Michel, und ich war Anja! Ich hab mit ihr aber auch andere Rollenspiele gemacht, - Katharina (unsere Gruppenleiterin) und Anja, oder Mama und ich beim Stadtbummel, oder Anna (meine Twin-Sis) und ich beim Backen, usw.
Anjas großes Hobby ist Fahrradsport, sie trainiert sogar regelmäßig. Michel, ihr Mann, ist auch so ein Sportfex, und sie trainieren zusammen.
Ich finde das cool, wenn die Ehepaare auf die selben Dinge abfahren! Besser, als wenn der eine Fußball guckt und der andere hört Bach!
Wir werden bestimmt von der Anja noch was hören, die bleibt ja in München.
Wenn ihr beim Fahrradmarathon eine große Blonde seht, die ordentlich in die Pedale tritt, das ist meine Anja!
Anja, eine tolle Erzieherin bei uns in der Wohngruppe, hat die Zelte bei uns abgebrochen, mit anderen Worten, sie hat gekündigt, zu meinem großen Bedauern. Und deswegen will ich heute mal was über Anja schreiben.
Also, Anja war - oder besser ist - groß, gutgebaut, blond, sie hat eine Brille und kurze lockige Haare. Sie ist immer nett, freundlich, gutgelaunt, humorvoll, und sie kocht gern und gut.
Ich habe immer gern Rollenspiele mit ihr gemacht; zum Beispiel in der Therme, wo wir neulich waren, da haben wir Ehepaar Kosch (so heißt das jung verheiratete Paar) gespielt, Anja war Michel, und ich war Anja! Ich hab mit ihr aber auch andere Rollenspiele gemacht, - Katharina (unsere Gruppenleiterin) und Anja, oder Mama und ich beim Stadtbummel, oder Anna (meine Twin-Sis) und ich beim Backen, usw.
Anjas großes Hobby ist Fahrradsport, sie trainiert sogar regelmäßig. Michel, ihr Mann, ist auch so ein Sportfex, und sie trainieren zusammen.
Ich finde das cool, wenn die Ehepaare auf die selben Dinge abfahren! Besser, als wenn der eine Fußball guckt und der andere hört Bach!
Wir werden bestimmt von der Anja noch was hören, die bleibt ja in München.
Wenn ihr beim Fahrradmarathon eine große Blonde seht, die ordentlich in die Pedale tritt, das ist meine Anja!
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